Do it yourself: So behebst Du die nervigsten iPhone-Macken
29. Dezember 2008 – 21:53
Seit einem Monat habe ich jetzt das iPhone 3G im Einsatz und mittlerweile das Gerät lieben und hassen gelernt: Auf der einen Seite die herausragende Bedienung, das schicke Design, das tolle Display und viele mehr oder weniger nützliche Apps, auf der anderen Seite einige Schwächen und Macken, die nicht hätten sein müssen. Nicht zuletzt Dank der produki-Gemeinschaft habe ich mittlerweile aber recht praktikable Lösungen und Workarounds für die meisten Probleme gefunden.
Kurze Akkulaufzeit
- WLAN deaktivieren
Die Suche nach verfügbaren WLAN-Netzen frisst natürlich Akkulaufzeit. Wer ohnehin überwiegend via UMTS / Edge ins Netz geht, kann sie unter Einstellungen / Wi-Fi deaktivieren. - Helligkeit justieren
Wer die Displayhelligkeit in den Einstellungen ein wenig nach unten regelt, sollte trotzdem noch genug sehen und kann sich über eine längere Akkulaufzeit freuen. Zusätzlich sollte „Auto-Helligkeit“ aktiviert werden. - Push deaktivieren
In den Einstellungen lässt sich der Zeitplan für das Abrufen von E-Mails und Co. manuell einstellen. Anstatt Push habe ich aktuell 15 Minuten konfiguriert, was meiner Meinung nach nicht nur den Akku, sondern auch die Nerven schont ;-) - Zubehör für mehr Akkupower
Auf dem Markt gibt es mittlerweile eine ganze Palette an Zubehör, um das iPhone mit „Notstrom“ zu versorgen. Exemplarisch sei hier nur das Solar Flip Case, das Juice Pack oder das iPhone Battery Pack von Kensington aufgeführt. Getestet habe ich diese Dinger aber noch nicht.
E-Mails können nicht im Querformat getippt werden
Während man für die Eingabe von URLs auf eine große Tastatur im Querformat zurückgreifen kann, fehlt diese Ansicht leider und ausgerechnet in der E-Mail-Applikation. Abhilfe schaffen Programme wie EasyWriter oder TouchType, mit denen die E-Mails im Querformat getippt und anschließend an die E-Mail-Applikation übergeben werden. Übrigens: Mit TouchType kann man auch im Querformat twittern. „Schön“ ist diese Notlösung natürlich nicht und es bleibt zu hoffen, dass das Problem mit dem nächsten Firmware-Update gelöst wird.
Fehlende Synchronisation mit den Outlook-Aufgaben
Für Outlook-User ärgerlich: E-Mails und Kalendereinträge lassen sich wunderbar via Exchange synchronisieren, die Aufgaben werden dabei aber nicht berücksichtigt. Auch für dieses Problem gibt es aber mit dem Programm Toodledo eine praktikable Lösung. In meinem privaten Blog habe ich vor einigen Tagen geschrieben, wie die Outlook-Aufgaben mit Toodledo auf dem iPhone landen: Outlook-Aufgaben mit dem iPhone synchronisieren: So klappt es.
Eine weitere Alternative kann das (von mir noch nicht getestete) Programm TaskData sein, das die Synchronisierung der Aufgaben via Exchange ermöglichen soll. TaskData scheint aber noch nicht ganz ausgereift zu sein, was angesichts des hohen Preises (10,49 Euro) mehr als ärgerlich ist.
Fehlendes Blitzlicht
Mit der schwachen Kamera (2 Megapixel) ist das iPhone ohnehin nicht die beste Wahl für Hobbyfotografen. Hinzu kommt das fehlende Blitzlicht, weshalb halbwegs brauchbare Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen fast unmöglich sind. Auch diesem Problem hat sich jedoch ein findiger Entwickler angenommen: Die Applikation Night Camera nutzt den Bewegungssensor des iPhone 3G als „Verwacklungsschutz“. Im Ergebnis bekommt man damit zwar kein Blitzlicht, aber immerhin schärfere Fotos auch bei schlechten Lichtverhältnissen.
Fehlende Synchronisation mit den Outlook-Notizen
Noch einmal Outlook: Neben den Aufgaben bleiben leider auch die Notizen bei der Synchronisierung auf der Strecke. Nicht zuletzt aus diesem Grund nutze ich statt den Outlook-Notizen mittlerweile das kostenlose Programm Evernote für die Verwaltung von Notizen, das eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich bringt: Tagging von Notizen, Webzugriff (Notizen werden online gespeichert), Clipper für den Browser, Speichern von Text, Grafik und Audio und vieles mehr. Natürlich gibt es auch eine iPhone-Applikation, mit der man Text, Sprache und Fotos mit wenigen Klicks speichern kann.
Wer dennoch die Notizfunktion von Outlook nutzen möchte, sollte einen Blick auf das Programm iMNotes werfen, das einen Zugriff auf die Outlook-Notizen via Exchange ermöglichen soll.
Nervige Autoverollständigung
Die automatische Vervollständigung von getippten Wörtern ist häufig eher kontroproduktiv. Zum Glück lässt sich das Feature seit der Firmware 2.2 ganz einfach abschalten (Allgemein / Tastatur / Auto-Korrektur).
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4 Kommentare für den Beitrag “Do it yourself: So behebst Du die nervigsten iPhone-Macken”
Bei allem, was ich bisher über das iPhone gelesen habe, ist es wohl das beste, das Ding gar nicht erst zu kaufen. Das ist am “nervenschonenstend” ;)
Von seraphim am 01. Januar 2009 um 21:40 Uhr
Um das iPhone mal etwas in Schutz zu nehmen. Die fehlende Synchronisierung von Notizen und Aufgaben liegt schlichtweg an der Unfähigkeit des zu Grunde liegenden Protokolls. Dafür kann das iPhone nichts :-)
Von ReuDa am 05. August 2009 um 14:00 Uhr
Zum Beitrag von ReuDa:
Mein alter Palm M505 und mein Nokia N95 haben keine Probleme mit dem Sync von Aufgaben und Notizen zu Outlook. Also kann das Protokoll nicht so unfähig sein sondern eher die Programmierer der Apple-Sync-Software (iTunes)!
Von StepS am 29. Oktober 2009 um 12:07 Uhr
Also ok, das iPhone hat auch seine kleinen, nicht weiter schlimmen Macken.
Doch gibt es überhaupt ein smartphone, bei dem es nicht gleich wieder jemanden gibt, der sich negativ darüber auslassen muss???
Egal was ihr sagt, es gibt auf dem momentan zugänglichen Markt nichts besseres, als das iPhone!
Ich liebe mein iPhone!!!!! lol
Von Fresh187 am 24. Februar 2010 um 09:42 Uhr